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2. Runde

RheinlandPokal

 

SG hochwald Zerf

FSV trier-Tarofrst

3:0

Startaufstellung

Niklas bUrg

Timo mertinitz

René Mohsmann

Kevin Keck

Sebastian Dengler

Benny Haas

Matthias Burg

Dominik Fisch

Tobias Bittes

Yannik Stein

Nils Hemmes

Trainer:

Fabian Mohsmann

Robin Mertinitz 

77

3

4

8

9

11

14

15

18

19

30

1

2

8

9

11

15

17

19

25

27

31

Yunus Akgül

Luca Quint

Heiko Weber

Mohammad Rashidi

Patrik Kasel

Julian Schneider

Ruben Herres

Philipp Hahn

Adrian Ziewers

Ayman Habbouchi

Marc Picko

Trainer:

Holger Lemke

1:0   Nils Hemmes

2:0  Tim Thielen

3:0  Nils hemmes

18 20

(18) Tobias Bittes

(20) Benedikt Schettgen

19 13

(19) Yannik Stein

(13) Tim Thielen

30 17

(30)Nils Hemmes

(17) Lucas Thinnes

++ SGH – Am TORpuls der Zeit ++
Hochwald gewinnt das Pokal-Derby

gegen FSV Tarforst nach 120 Minuten mit 3:0

Bericht: Michael Burg

Die 2. Runde im Rheinlandpokal bescherte begeisterten 180 Zuschauer am Mittwochabend ein Derby, wo es nicht um alles ging, aber doch keiner verlieren wollte. Dabei entschädigte eine pulsierende Verlängerung für magere 90 Minuten Fußballkost, in dem Hochwald sensationelle Tore herausschoss.

Der Bitburger Rheinlandpokal gilt vielfach als Zubrot und gute Möglichkeit, Spielern aus der zweiten Reihe Spielpraxis zu geben. Oder auch kann es eine Last sein, wenn man aus dem Ligaalltag verletzungsbedingt schon genug gebeutelt ist, ohne weitere Ausfälle und Karten aus dem Spiel zu kommen. Beides trifft wohl auf die gestrige Partie zu. Während Hochwald kräftig rotierte, musste Tarforst teils seine Spieler mit der Lupe suchen gehen und hatte einige Ausfälle zu verkraften. Und zwei Spieler stehen für das nächste Punktspiel wegen Platzverweis nicht zur Verfügung.
Und doch, es war Derbyzeit und man wollte sich gegeneinander behaupten. War es in der Vergangenheit immer eine klare Sache für Tarforst, so liegt der Erfolgsbarometer für die SG Hochwald zurzeit im Hochdruckgebiet.

Das Spiel begann mit Vorteilen Tarforst, doch der erste Atemschnapper lag auf Hochwald Seite, als nach einem Eckball der Ball zweimal von den Roten auf der Linie geklärt werden konnte, ehe der Ball, zum Glück für Tarforst, ins Aus trudelte. Der weitere Verlauf der ersten 45 Minuten war eher Magerquark. Einzig Schiedsrichter Jan Hagen Engel aus Gonzerath, brachte Gesprächsstoff auf den Rängen, als er Fouls zwar richtigerweise 

frühzeitig ahndete, ihm es jedoch für ein Derby an Fingerspitzengefühl fehlte. So in der 24. Minute als er Timo Mertinitz nach Zweikampf frühzeitig die gelbrote Karte zeigte oder Ayman Habbouchi nach einem Luftkampf in der 79. Minute des Feldes verwies. Sicher kann man so entscheiden, jedoch waren die Fouls eher der harmloseren Sorte zuzuordnen und der Entscheidungsträger hätte durchaus die Aktionen für beide Parteien geschickter und souveräner in der Kommunikation auflösen können. Es war insgesamt ein faires Spiel mit den üblichen Zweikämpfen. So passierte in der ersten Halbzeit bis auf zwei Tarforster Distanzschüssen, welche in den sichern Fängen von Niklas Burg landete, nicht mehr besonders viel.

Nach der Pause hatte Tarforst weiterhin gefühlt mehr Ballbesitz, konnte jedoch den Hochwaldriegel vorerst nicht ernsthaft gefährden. Eine schöne Aktion von Patrick Kasel (61.) nach einem Drehschuss in der Box war die bislang größte FSV Chance. Die letzten 15 Minuten gehörten dann den Gastgebern. Als das Spielergleichgewicht auf dem Platz wiederhergestellt war, übernahm Hochwald das Kommando und Nils Hemmes hätte auf Eins stellen müssen, als er frei vor Junus Agül zum Kopfball kam, doch der gute FSV Rückhalt lenkte den Ball reflexartig über die Latte. Beim anschließenden Eckball kam wiederum Hemmes drei Meter vor dem Tor frei zum Schuss, welcher jedoch in Richtung Baldringer Abendhimmel für immer verschwand. So wurden die letzten Minuten nochmals sehr spannend, denn Tarforst hatte durch ihrem Besten Julian Schneider präzise Distanzschüsse aufs SGH Tor losgelassen, doch Burg schien unüberwindbar oder ein immer länger werdender Ball taumelte knapp am langen Pfosten vorbei. Ein mäßiges Spiel ging nach 90 Minuten somit in die Verlängerung.

Robin mertinitz

Und was die Fans dort zu sehen bekamen, entschädigte für alles vorher Gesehene in voller Gänze. Es kam die Zeit der „Gesuchten“ und Schluss mit lustig. In der 98. Minute zündete Kevin Keck auf der rechten Außenbahn den Turbo, fand einstudiert im Zentrum Nils Hemmes, welcher aus einer Bewegung den Ball unhaltbar für Agül zur 1:0 Führung versenkte. Man war sich einig, dass dieses Tor in Tempo und Präzision nicht zu überbieten sein könnte. Doch weit gefehlt. Zwei Zeigerminuten später setze Hemmes im Gegenpressing Tarforst erfolgreich unter Druck, 

marschierte links an Freund und Feind vorbei in Richtung Box, legte Tim Thielen den Ball mustergültig auf, der mit einer Körpertäuschung und linearem Abschluss ein Hammertor zum 2:0 markierte. Gänsehaut brach in Zerf aus und der Stachel saß verständlicherweise bei den Gästen tief, doch ergeben stand nicht im Tarforster Pflichtenheft. Sie suchten mit letzter Patrone den Ball vor ihrem Tor wegzuhalten und versuchten nach vorne zu spielen. Das Problem war an diesem Abend einfach, dass sie nicht in der Box frei zum Abschluss mehr kommen sollten. Niklas Burg war in dieser Phase der Fels in der Brandung und strahlte eine derart Ruhe und Sicherheit aus, dass Tarforst meist nur Fernschüsse als Mittel zum Erfolg blieb.

Eine Minute vor dem Ende setzte Hemmes mit dem 3:0 nochmals Glanzlichter an den Sternenhimmel. Tarforst wurde fernsehreif durch Thielen im Höchsttempo ausgekontert, die Kugel kam über prallen/gehen zu Hemmes zurück und der Goalgetter schlenzte aus 20 m die Kugel aus vollem Lauf in den Winkel. Es war einfach zum Genießen!
Die SG Hochwald scheint in der momentanen Verfassung am Torpuls der Zeit zu stehen und man entschied letztendlich aufgrund der starken Verlängerung gegen nie aufsteckende Tarforster verdient das Derby für sich. Besonders erfreulich waren neben Keeper Niklas Burg die Leistungen von Dominik Fisch und Benni Haas, welche in den 120 Minuten erstklassig ihre Prüfungen im SGH Dres erledigten, ohne die Leistung des Kollektivs außer Acht zu lassen.

In 14 Tagen kommt es zum erneuten Showdown der Protagonisten, wenn im Ligaduell die Uhr wieder auf null stehen du die Karten neu gemischt werden. Freuen wir uns darauf. Glück auf Hochwald.

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